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Märkische Oder Zeitung (March 2008)

Körper im Rausch heißer Rhythmen

16. Tanzwoche in Eisenhüttenstadt startet mit ausverkauften Veranstaltungen in der Inselhalle und im Kultuzentrum
Märkische Oder Zeitung (03.03.2008) von Janet Neiser

Textausschnitt: „Ich bin immer wieder gern dabei“, sagt Karoline Rödl, die einst in der Stahlstadt ihre ersten Tanzschritte machte, jetzt eine Ausbildung zur Bühnentänzerin in Berlin absolviert und nun ihre eigenen Choreografien in der Inselhalle vorstellen durfte. „Es ist zwar seltsam wieder in Eisenhüttenstadt zu sein, aber es macht Spaß“, betont die 23-jährige, die für viele der jungen Tänzer in den städtischen Vereinen sicherlich eine Vorbildfunktion hat.

Triumphzug mit „Sitzfleisch“

16. Tanzwoche beendet / „Nacht der kurzen Stücke“ begeistert
Märkische Oder Zeitung (10.03.2008) von Janet Neiser

Textausschnitt: „Die Nacht der kurzen Stücke“ wurde zu einer Art Triumphzug für eine junge Dame, die in der Stahlstadt ihre ersten Tanzschritte erlernt hat und nun erstmals neben Profi-Tänzern aus dem In- und Ausland die Bühne eroberte.
„Sitzfleisch“ hat Karoline Rödel ihre Performance genannt. Da tänzeln mal nur die Finger im Scheinwerferlicht, mal die Zehenspitzen, dann zucken auf einmal Arm und Bein – bis plötzlich ein Energiestoß den ganzen Körper durchzieht und aus dem Zucken ein kraftvoll-eleganter Tanz wird. Egal, ob Musik aus den Lautsprechern kommt oder nur monotones Rauschen – die 23-jährige komponiert mit ihren Bewegungen eigene Melodien.
Mindestens genauso großes Lampenfieber wie die Tänzerin hatte an dem Abend auch deren Frau Mama. „ Da ist so eine unglaubliche Spannung in einem“, erzählt Ulrike Rödel. Aber kurz nachdem ihre Tochter auf die Bühne gekommen sei, habe sie gewusst, das schafft sie. Und tatsächlich, im Kanon der Profis fällt nicht auf, dass Karoline noch in der Tanzausbildung steckt. „Das macht einen schon stolz“, flüstert Ulrike Rödel.
Auch die anderen Zuschauer sind begeistert. „Die Karoline war ja mal unsere Trainerin“, erzählt Susan Richter vom Oderlandreigen (…). Diese Nacht aber wollte sie sich nicht entgehen lassen. „Schließlich kommen nicht alle Tage Profitänzer in unsere Stadt“, sagt sie und schaut strahlend in Richtung Bühne.